Wie funktioniert eine Adoption?


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Kennenlernen

Lernen Sie Ihr neues Familienmitglied kennen
Wir legen Wert darauf, dass der neue Besitzer das Tier zunĂ€chst möglichst gut kennenlernt und eine Beziehung dazu aufbaut. Wir geben die Tiere deshalb auch noch nicht nach einem Besuch ab. Um Halter unserer Tiere zu werden, sollte man sich mehrmals einfinden und mit dem Tier beschĂ€ftigen – streicheln, fĂŒttern, mit Hunden Gassi gehen. Eine Reservierung ist möglich. Auch eine Probezeit kann vereinbart werden.

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Selbstauskunft

Die LebensumstÀnde sind wichtig
Jeder Interessent muss uns eine Selbstauskunft ausfĂŒllen, aus der wir entnehmen können, welche Bedingungen das Tier in seinem neuen Lebensumfeld vorfinden wird.

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Vorkontrolle

Wir kommen zu Ihnen nach Hause
Vor jeder Vermittlung ist eine Vorkontrolle vorgesehen, damit sich unsere dafĂŒr zustĂ€ndigen Vereinsfreunde ein Bild davon machen können, ob die Bedingungen tatsĂ€chlich so sind, wie wir sie uns fĂŒr unsere SchĂŒtzlinge wĂŒnschen und wie sie dem Tierschutz entsprechen. Bei der Übergabe verpflichtet sich der neue Besitzer in einem Vermittlungsformular, jederzeit fĂŒr das Tierwohl zu sorgen.

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Das bieten wir

Darum brauchen Sie sich nicht zu kĂŒmmern
Unsere Tiere werden von unserer Tierarztklinik geimpft, entwurmt, gechippt, Katzen außerdem kastriert. Wir legen viel Wert aufs Chippen und Anmelden (bei Findefix und Tasso), damit die Tiere wiedergefunden werden können, wenn sie entlaufen oder entwendet worden sind. Ganz wichtig ist uns auch die Kastration – zum einen aus gesundheitlichen GrĂŒnden, zum anderen, um eine unkontrollierte Vermehrung von FreigĂ€ngern und Streunern und damit sehr viel Katzenelend zu vermeiden.

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Kastration

Gutschein möglich
In der Regel werden Katzen nur kastriert abgegeben. Ausnahme: Wenn sie noch zu jung dafĂŒr sind. Denn insbesondere kleine Kater sollten nicht zu frĂŒh kastriert werden. Trotzdem können die Jungtiere schon vermittelt werden. Um sicherzustellen, dass die Tiere dennoch kastriert werden, bekommen die neuen Besitzer einen Kastrationsgutschein fĂŒr ihr Tier, den sie spĂ€ter auf unsere Kosten einlösen können.

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Kosten

Diese Kosten kommen auf Sie zu
Sie zahlen fĂŒr eine unkastrierte Katze 50 Euro, fĂŒr eine kastrierte Katze 70 Euro.
Sie zahlen fĂŒr einen Hund 200 Euro, fĂŒr einen Ă€lteren Hund 150 Euro.
ACHTUNG! Wir akzeptieren nur Barzahlungen. Sie bekommen einen Beleg und einen Abgabevertrag. Keine Ratenzahlung möglich.

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Und danach?

Wie geht es weiter?
Um sicherzugehen, dass es unseren SchĂŒtzlingen auch nach der Vermittlung gutgeht, behalten wir uns Nachkontrollen vor.

Nehmen Sie mit uns Kontakt auf. Uns liegt viel daran, gute Bedingungen fĂŒr Mensch und Tier zu schaffen und Lösungen zu finden, wenn es Probleme geben sollte.


Was Sie bei einer Adoption eines Hundes beachten sollten:

Lieber Hunde-Freund,

vielen Dank, dass du dir deinen neuen Hund in unserer Tierauffangstation ausgesucht hast. Du hast dich bewusst fĂŒr einen Hund aus dem Tierschutz entschieden, der nun fĂŒr einige Jahre an deiner Seite sein wird und dein bester Freund werden kann, wenn du ein paar Dinge beachtest.

Dein Hund hat vermutlich eine schlimme Vergangenheit, die natĂŒrlich nicht vergessen wurde. Vielleicht wurde er geschlagen, nicht artgerecht gehalten oder von seiner Familie abgegeben. Wie auch bei Menschen braucht es einige Zeit, um das zu verarbeiten und wieder neues Vertrauen zu gewinnen.

In unserer Tierauffangstation können wir nicht testen, ob ein Hund stubenrein ist oder wie er sich allgemein in einer Wohnung verhÀlt. Wir wissen nicht, ob dein neuer Begleiter alleine bleiben kann, freundlich auf andere Tiere reagiert oder aus Frust oder Langeweile GegenstÀnde demoliert.

Du siehst also, dass du vor einer großen Herausforderung stehst, und dir sollte bewusst sein, dass dein neuer Freund auch Probleme machen kann. Probleme, die dich oder deine Familie an eure Grenzen bringen.

Um euch die gemeinsame Eingewöhnungsphase etwas leichter zu machen, haben wir einige Tipps fĂŒr dich.

Nimm dir fĂŒr den Anfang Zeit, deinen Hund kennenzulernen. Lasse ihn nicht sofort alleine. Er braucht dich jetzt mehr denn je. FĂŒr ihn ist alles neu und das verunsichert oder macht sogar Angst und Panik. Er wird seine neue Welt erschnĂŒffeln und so nach und nach sein neues Revier kennenlernen.

Lasse ihn, in deiner Begleitung, an den Personen schnĂŒffeln, die mit dir zusammenleben, und habe bei Kindern eine gesunde Vorsicht.

Besorge dir ein Sicherheitsgeschirr mit drei Gurten und am besten wĂ€re zudem eine zweite Leine. An den meisten Sicherheitsgeschirren befinden sich zwei Ösen. Vermesse deinen Hund mit einem Maßband und lasse dich in einem FachgeschĂ€ft beraten. Das Ausmessen kannst du sogar schon im Vorfeld in unserer TAS erledigen und damit bist du optimal vorbereitet, dass er dir nicht entwischt.

Suche dir fĂŒr GassigĂ€nge ruhige Strecken. Wege mit viel Verkehr und anderen Ă€ußeren Reizen solltest du erst einmal meiden, um deinen Hund nicht zu ĂŒberfordern.

Stubenreinheit: Es kann sein, dass dein Hund nicht stubenrein ist. Trotzdem können sie das bis ins hohe Alter hinein lernen. Versuche eine feste Tagesstruktur zu entwickeln, damit sich dein neuer Freund besser orientieren kann. Anfangs solltest du alle zwei Stunden mit ihm rausgehen und außerdem direkt nach dem Fressen. Macht er draußen brav sein GeschĂ€ft, lobe ihn im höchsten Maße. Mache richtig Party, um ihm zu zeigen, wie sehr du dich ĂŒber sein Verhalten freust. Ein Leckerchen oder ein Lieblingsspielzeug sollten dabei auch nicht fehlen. NatĂŒrlich kann es passieren, dass er sein GeschĂ€ft in deinem Zuhause macht. Wische es kommentarlos weg. Bestrafe ihn nicht dafĂŒr, denn er weiß noch nicht, wie es richtig ist, und durch Bestrafungen verliert er das Vertrauen zu dir.

Alleine bleiben: Bei uns in der Tierauffangstation war dein Hund immer von Artgenossen umgeben. Nun muss er plötzlich auch mal alleine bleiben und diese ungewohnte Situation ist fĂŒr dein neues Familienmitglied möglicherweise kaum zu ertragen. Er könnte mit Bellen, Jaulen, Kratzen oder gar Zerstören von GegenstĂ€nden reagieren.

Versuche ihn in klitzekleinen Schritten daran zu gewöhnen. Du kannst vorerst in deinem Wohnraum ĂŒben. Begebe dich in einen anderen Raum und verschließe die TĂŒr. Warte eine Minute und wenn dein Hund ruhig ist, gehe zu ihm und lobe ihn. Beim nĂ€chsten Versuch wartest du zwei Minuten, bevor du wieder zu ihm gehst. Achte darauf, dass du nur in den Momenten zurĂŒck kommst, in denen sich dein Hund ruhig verhĂ€lt. Das kannst du dann auf deine HaustĂŒr ausweiten.

Lebst du in einem Mehrfamilienhaus, ist es ratsam, vorher mit deinen Nachbarn zu reden, um unnötigen Unmut zu vermeiden. Mit etwas SĂŒĂŸem oder einer Flasche Wein lassen sich erhitzte GemĂŒter schnell besĂ€nftigen.

Leine oder Freilauf: In der ersten Phase des Kennenlernens ist es ratsam, deinen Vierbeiner außerhalb deiner Wohnung nicht von der Leine zu lassen. Auch auf deinem gesichertem GrundstĂŒck solltest du ihn noch nicht von der Leine nehmen. Er muss erst lernen, dass er nun zu dir gehört. Zudem lĂ€sst sich auch gefahrlos abchecken, ob dein GrundstĂŒck wirklich ausbruchssicher ist. Ein großer Hund ist durchaus in der Lage, ĂŒber einen hohen Zaun zu springen, und kleine Hunde entdecken schnell kleine DurchschlĂŒpfmöglichkeiten. NatĂŒrlich gibt es auch noch die Buddler, die sich unter den ZĂ€unen in die Freiheit kĂ€mpfen. Sollte dir der Bewegungsradius deines Hundes am Herzen liegen, kannst du vorerst eine Schleppleine nutzen.

Bitte nimm auch außerhalb deines GrundstĂŒcks den Hund nicht von der Leine, bevor der RĂŒckruf hunderprozentig klappt.

Hilfe: Wir lassen dich nicht im Regen stehen! Solltest du mit deinem neuen Partner Probleme haben, die du nicht alleine bewĂ€ltigen kannst, habe den Mut, uns anzurufen. Wir werden mit dir zusammen nach Lösungen suchen und unsere Hundeexperten haben garantiert Tipps fĂŒr dich parat.

ZusĂ€tzlich kannst du dich in zahlreichen Internetforen oder in BĂŒchern informieren. Mit viel Geduld lernst du das Wesen und die Verhaltensweisen deines Hundes kennen und kannst diese besser deuten. Alles braucht seine Zeit und umso mehr du deinem SchĂŒtzling Ruhe und Gelassenheit vermitteln kannst, desto mehr Freude wirst du an ihm haben.

Versuche, dich so oft wie möglich in die Lage deines neuen Freundes hineinzuversetzen. Ein Hund macht dir keinen Ärger, weil er “böse” ist. Nein, dein Hund hat nur noch nicht gelernt, mit der Vielzahl der neuen Situationen zurechtzukommen.

    Lernt euch in Ruhe kennen!

Was Sie bei einer Adoption einer Katze beachten sollten:

Lieber Katzen-Freund,

wir freuen uns, dass du dich dafĂŒr entschieden hast, dein Zuhause kĂŒnftig mit einer Katze aus unserer Tierauffangstation zu teilen. Dass du dir keine Mieze aus einer Zucht holst, sondern einem Tier aus dem Tierschutz eine Chance geben möchtest, wissen wir sehr zu schĂ€tzen. Und das Tier, das du jetzt vielleicht schon in dein Herz geschlossen hast und das dich nun fĂŒr einige Jahre deines Lebens begleiten wird, weiß das ganz sicher auch.

Vielleicht bist du ein erfahrener Katzenbesitzer, vielleicht ist es aber auch dein erstes eigenes Tier. Sicher weißt du aber lĂ€ngst, dass Katzen starke Charaktere mit einem ganz eigenen Kopf sind. Das gilt nicht nur fĂŒr unsere Samtpfoten in der Tierauffangstation, aber fĂŒr sie noch mehr als fĂŒr andere. Ein KĂ€tzchen, das als Handaufzucht dem Menschen von klein auf vertraut wurde, zeigt ein völlig anderes Verhalten als eines, das verstoßen oder misshandelt wurde, dem Menschen misstraut oder dass ihn als halbwildes Tier nur aus der Ferne kennt.

Dein KĂ€tzchen hat womöglich keine guten oder nur wenige Erfahrungen mit Menschen gemacht. Vielleicht hat man es getreten, eingesperrt, mit Gewalt zu irgendwelchen Verhaltensweisen genötigt, möglicherweise wurde es aus einem Auto geworfen oder verjagt. Ein Tier kann solche Erfahrungen ebenso wenig vergessen wie wir Menschen. Die Zeit aber heilt manche Wunde und daraus kann neues Vertrauen entstehen, wenn man sich ernsthaft darum bemĂŒht.

Katzen sind stolze, eigenwillige Tiere, aber auch sehr sensibel und vorsichtig. In unserer Tierauffangstation und unseren Pflegestellen versuchen wir, ihre Gesundheit wiederherzustellen, ihre Ängste abzubauen, sie mit anderen Katzen zu sozialiseren und auch ihre individuellen BedĂŒrfnisse herauszufinden. Einige sind kontaktfreudig, verspielt und verschmust, andere sehr scheu, schreckhaft und zurĂŒckhaltend, wieder andere widerspenstig und sogar aggressiv. Je nachdem, wie ihre vorherigen Lebenserfahrungen waren. Diese Verhaltensweisen kann man mit der Zeit beeinflussen, aber nicht grundsĂ€tzlich Ă€ndern. Wenn man eine Katze in sein Herz schließt und bei sich aufnehmen möchte, dann muss man sie mit all ihren Eigenheiten akzeptieren. Der grĂ¶ĂŸte Fehler, den man begehen kann, ist, ihr den eigenen Willen aufdrĂ€ngen zu wollen. Man kann Katzen nicht zwingen, bestenfalls mit Geduld und Zuwendung ĂŒberreden. Man kann sie auch nicht bestrafen, sie wĂŒrden nur das Vertrauen verlieren, aber widerspenstig bleiben. Man kann aber versuchen, sie durch stĂ€ndiges Wiederholen von Kommandos oder Gesten ein wenig erziehen. Man muss ein feines GespĂŒr dafĂŒr entwickeln, was ihre BedĂŒrfnisse sind. Wann sie Streicheleinheiten möchte und wann es damit gut ist, ob man sie auf den Arm oder Schoß nehmen darf oder ob sie das lieber selbst entscheidet oder gar ablehnt. Katzen haben ihren eigenen Kopf, was leider auch fĂŒr die Nahrung gilt.

Wir können dir nicht voraussagen, wie sich die Katze in ihrem neuen Zuhause benehmen wird. Das kann sich von ihrem Verhalten im Tierheim unterscheiden. Es kommt darauf an, wie wohl sie sich mit ihren Menschen fĂŒhlt, wie ihr die Umgebung gefĂ€llt, ob sie BeschĂ€ftigungsmöglichkeiten hat und ob sie auf Artgenossen reagieren muss. In der Tierauffangstation lĂ€sst sich bereits feststellen, ob sie andere Katzen um sich haben möchte oder zumindest toleriert – nur einige wenige tun das nicht. Ob sie auch einen Hund akzeptiert, können wir freilich nicht testen. GrundsĂ€tzlich sind die meisten Katzen sehr gesellig. Nach einer Eingewöhnungszeit akzeptieren die „Platzhirsche“, die vorhandenen Katzen im Haushalt, die NeuzugĂ€nge meist. Das Zusammenleben spielt sich nach ein paar Rangeleien ein. Allerdings gibt es auch Unversöhnlichkeiten. Wenn man merkt, dass eines der beteiligten Tiere mit der Situation lĂ€ngerfristig absolut nicht klarkommt, aggressiv wird, Fressen und Zuneigung verweigert, sich komplett zurĂŒckzieht, in die Wohnung pinkelt und Ă€hnliches, hilft leider nur der RĂŒckzug. In solchen FĂ€llen nehmen wir die Katze wieder bei uns auf.

Vor allem in einer Wohnung sollten im Normalfall mindestens zwei Katzen zusammen gehalten werden, die sich, wenn sie sich akzeptieren oder sogar mögen, viel miteinander beschĂ€ftigen werden. Dann kann man sie sogar mal fĂŒr einige Stunden in der Wohnung allein lassen. Mit einer Einzelkatze geht das oft nicht gut. Nicht nur, dass sie sich langweilt und einsam fĂŒhlt, sie wird ihr Missfallen auch zeigen. Sie wird jammern, kratzen, Dinge zerstören, pieseln und Ă€hnliches mehr.

Wenn sich Katzen nicht wohlfĂŒhlen in ihrer Umgebung, dann machen sie das mit ihrem Verhalten sehr deutlich. So wird auch eine stubenreine Katze mit Protestpinkeln oder –koten, vorzugsweise an den LieblingsplĂ€tzen des Besitzers, und mit Ă€hnlichem Verhalten zeigen, dass ihr etwas grĂŒndlich gegen den Strich geht. FĂŒhlen sich Katzen in die Enge getrieben, gehen sie die WĂ€nde und VorhĂ€nge hinauf, ergreifen, wenn möglich, die Flucht oder verkriechen sich in den unerreichbarsten Winkel der Wohnung, den sie mitunter auch nicht wieder freiwillig verlassen. Zu solch einer Eskalation darf es nicht kommen. Unter Stress können Katzen sehr krank werden. Deshalb ist es uns auch so wichtig, dass du dein Tier vorher richtig kennenlernst und umgekehrt. Ihr mĂŒsst euch beschnuppern und herausfinden, ob die Chemie passt. Es kommt nicht selten vor, dass die Katze sich ihren Menschen selbst aussucht und dessen Herz damit auch schon erobert hat.

Wir möchten dir ein paar Tipps fĂŒr die Eingewöhnungszeit mit auf den Weg geben.

Vor allem anfangs sollteste du dir viel Zeit nehmen fĂŒr das Kennenlernen. Das gilt fĂŒr Stubentiger wie fĂŒr FreigĂ€nger. Ehe du deine FreigĂ€nger-Katze nach draußen lĂ€sst, sollte sie dich und ihre neue Umgebung schon ein paar Wochen kennen. Sie muss die GerĂŒche und GegenstĂ€nde zuordnen können, sie muss Vertrauen zu dir und deiner Familie haben und das sichere GefĂŒhl: Hier geht es mir gut. Auch an Hof und Garten sollte man sie zunĂ€chst unter Aufsicht gewöhnen, ehe sie selbststĂ€ndig ihrer Wege gehen darf. FĂŒhlt sie sich nicht wohl oder noch fremd, kommt sie möglicherweise vom Ausflug nicht wieder.

Aber auch einen Stubentiger sollte man nicht sofort alleine lassen, denn die neue Umgebung verunsichert ihn und jagt ihm Angst ein. Hilf ihm, bei dir anzukommen! Wenn du da bist, ist es fĂŒr die Katze leichter, das neue Terrain zu erkunden und als Zuhause anzunehmen. Lass auch deine Mitbewohner behutsam Konktakt aufnehmen. Kinder im Haus sollte man unbedingt darin unterweisen, sich Katzen ruhig, mit leiser Sprache, auf einer Ebene und langsam zu nĂ€hern, sie nicht festzuhalten oder an Körperteilen zu ziehen. Dann gibt es auch keine Kratzer und TrĂ€nen.

Wann fĂŒhlen sich Katzen wohl in ihrem neuen Zuhause? Wichtig ist – insbesondere bei Wohnungskatzen –, ihnen genug Platz zum Herumrennen und –springen anzubieten. Um die Möbel zu schonen, sollte sich in jedem zugĂ€nglichen Raum ein kleiner Kratzstamm oder ein Kratzbrette befinden. Da sie zudem KletterkĂŒnstler sind, bieten sich neben KratzbĂ€umen auch Wandelemente und Regale an, auf denen sie herumturnen können.

Katzen lieben es, ihre Schlaf- und RuheplĂ€tze zu wechseln. Daher solltest du deinem SchĂŒtzling gleich mehrere anbieten, am besten auch den einen oder anderen höher gelegenen, denn Katzen schauen gern von oben auf die Welt.

Katzen sind lĂ€ngst stubenrein, wenn wir sie vermitteln, und nehmen Katzenklos ĂŒberall problemlos an. Da sie sehr reinlich sind, bestehen sie aber auf saubere Katzenklos. Hin und wieder kommt es vor, dass sie mit einer Streusorte nicht klarkommen, weil ihnen die Konsistenz unangenehm ist, dann sollte man wechseln.

Ob Trocken- oder Nassfutter die bessere Wahl ist, darĂŒber gibt es geteilte Ansichten. Das eine ist besser fĂŒr die ZĂ€hne, das andere fĂŒr die Nieren. Am besten ist, man bietet beides an. Auch ein gefĂŒllter Wassernapf (gerade bei Trockenfutter-Essern) sollte bereitstehen – vorzugsweise nicht in der NĂ€he des Futters. Die Futter-Wahl trifft ohnehin die Katze selbst. Alternativ kannst du es auch mit natĂŒrlicher Fleischversorgung, dem sogenannten Barfen, versuchen. Damit musst du dich aber eingehend beschĂ€ftigen, damit dein Tier mit allen wichtigen NĂ€hrstoffen in der richtigen Zusammensetzung versorgt wird. Ganz wichtig fĂŒr ihre Verdauung ist fĂŒr Wohnungskatzen ein gut zugĂ€nglicher Topf mit frischem Katzengras!

WĂ€hrend sich FreigĂ€nger ihre Spiel- und Fangobjekte selbst suchen, brauchen Stubentiger unbedingt Spielzeug und passende SpielgefĂ€hrten. Katzen laufen nicht nur so nebenher, sie wollen von ihrem Menschen beschĂ€ftigt sein. Dazu zĂ€hlen nicht nur FĂŒttern und Streicheln, sondern eben auch Spieleinheiten, am besten solche BeschĂ€ftigungen, bei denen die Katze ihren Jagdinstinkt ausleben kann.

Du fĂŒrchtest, dass du die BedĂŒrfnisse deines Tieres nicht erkennst? Keine Sorge, Katzen sind sehr selbststĂ€ndig und wissen am besten, was gut fĂŒr sie ist. Auch verstehen sie es ausgezeichnet, sich verstĂ€ndlich zu machen, wenn sie erst einmal Vertrauen zu dir gefasst haben. Sie springen auf deinen Schoss, wenn sie kuscheln wollen, sie fĂŒhren dich mauzend zum Fressnapf, wenn sie Nachschub wollen, sie mopsen dir deine Utensilien, wenn sie spielen wollen.

Trotzdem wirst du erkennen, dass ein neues Haustier, gerade eines aus dem Tierschutz, auch eine richtige Herausforderung darstellt. Katzen brauchen viel Aufmerksamkeit und Zuwendung. Sympathie ist die eine Seite bei einer Adoption, Geduld und EinfĂŒhlungsvermögen aber sind fĂŒr ein harmonisches Zusammenleben entscheidend. Das du das du die aufbringen kannst, das wĂŒnschen wir uns fĂŒr unsere Tiere!

NatĂŒrlich kann es bei aller Vorbereitung und beim besten Willen zu Problemen kommen, die du nicht alleine in den Griff bekommst. Hab keine Scheu davor, uns anzurufen. Gemeinsam werden wir Lösungen finden. Unsere Katzenexperten haben viele Tipps auf Lager.

DarĂŒber hinaus kann es nicht schaden, sich in einschlĂ€gigen Internetforen oder BĂŒchern schlau zu machen. Das Zusammenleben mit einem neuen Haustier braucht eine Eingewöhnungszeit. Gib euch diese Zeit! Es lohnt sich!

Mach dir dabei immer bewusst, dass eine Katze, wenn sie etwas UnerwĂŒnschtes tut, das nicht aus Boshaftigkeit macht, sondern weil sie es noch nicht besser weiß oder weil das ihre Sprache ist, um Dir zu sagen, dass sich etwas Ă€ndern muss in eurem Zusammenleben. Deshalb: Versuche dich in solchen Situationen in die Lage deines neuen Mitbewohners hineinzuversetzen. Das wird dir die Augen öffnen und ihr werdet wunderbar miteinander klarkommen!